Holger Ebeling

(Musiker)

 

Als Schütze 1960 in Hamburg geboren.

Im Umfeld von klassischer und Jazzmusik aufgewachsen.

Nach dem Abitur (und nach schon 13 Jahren intensiver Beschäftigung mit Klang- und Rhythmusforschungen am Klavier neben des klassischen Unterrichts, unzähligen Sessions in Hinterhofgaragen und Kellern und nach mehreren Bands einschl. Schallplatte) hatte er keine Lust auf ein ausschließlich klassisches Musikstudium der Alten Meister.

Die gleichermaßen intensive Beschäftigung nach Fragen des Seins und der Gesetzmäßigkeiten in der Natur ließ ihn ein Studium der Chemie in Hamburg beginnen; Abschluss als Diplom-Physico-Chemiker 1990 in Karlsruhe.

Die anstehende Geburt seiner ersten Tochter 1991 ließ ihn den beruflichen Schwenk ganz auf die Musik wagen – „jetzt oder nie".

Kurz nach der Geburt kam das Angebot, als Gymnasiallehrer für das Fach Musik zu arbeiten; dies nahm er für 7½ Jahre wahr.

Parallel dazu entwickelte sich seine Arbeit als Solomusiker in Jazzbars. Bekannt im Raum Karlsruhe ist er besonders durch eine vermutlich auf der Erde in Ihrer Konstanz einmalige Einrichtung: Genau 20 Jahre spielte er allsonntäglich in ein und derselben Musikbar (Hl. Sophie in Karlsruhe; jetzt eine mexikanische Taccobar).

Die Projektarbeit zusammen mit 'anderen Musen' entfaltet sich allerdings zunehmend: (Tanz-)Theatermusik, ganzheitliche Workshops („Klang als Zugang zur Welt“; „Kampf und Rhythmus als Aspekte des Lebens“), Gedichtvertonungen, Gemäldebespielungen und Filmmusik sind zu Tätigkeitsschwerpunkten geworden.

Instrumente: In erster Linie Pianist und Sänger. Darüber hinaus sitzt er bei den meisten Auftritten auf einer umgebauten peruanischen Sitztrommel (Cajon [cach`on]), die mit einem Fuß und einer Hand, die gerade für Sekundenbruchteile während des Klavierspielens frei ist, als Schlagzeug benutzt wird. Ansonsten bei Projekten wie Filmvertonungen (so als ehemaliger Chemiker) sehr experimentier-freudig und arbeitet mit archaischen Instrumenten wie mit moderner Elektronik sehr gerne.

Musikstile: Musik entsteht - besonders bei Soloauftritten aber auch in der Zusammenarbeit mit improvisierenden Musikern - aus dem Moment heraus, ungeplant und absichtslos. Dabei kann sich ein breiter Erfahrungsfächer entfalten und je nach Maßgabe der Situation verschiedenste Schwerpunkte annehmen: Blues und Jazz, Klassik, Indische und Arabische Musik, Brasilianische Bossa und Samba, Themen der Romantischen Epoche, Afrikanische und Karibische Klänge, Folk- und Popballaden, irische und bretonische Volkstanzmusik, und immer wieder freie Improvisationen ...

2004 Umzug von Karlsruhe nach Würmersheim; dort wird die zweite Tochter geboren.

Nach einem Sportunfall entschied er sich, seine bis dahin sehr ausgebaute Sparte als Klavier- und Musikpädagoge weitgehendst einzustellen. Ihn trieb es zu neuen Tätigkeitsschwerpunkten.

Die Erde liegt in Wehen; sein berufliches Streben liegt mehr und mehr in der Umsetzung von Themen, die „uns nicht mehr kalt lassen“. Dazu gehört die Planung einer Performance aus Musik, Licht und Bildern (und eventuell Tanz), die als Tournee in vielen Großstädten aufgeführt werden soll und die momentane Zeitenwende zum Thema hat

Weit darüber hinaus gehend plant er alternative Kulturzentren, sogenannte MUSEN -TEMPEL®; Kuppelgebäude, die den ausschließlichen Zweck haben sollen, musische Kultur als etwas darbieten und erleben zu können, was in erster Linie durch tiefe Berührung persönliche Öffnungen (oder gar Entwicklungen) fördert und nur zweitrangig z.B. gesellschaftliche Ereignisse oder Kurzweil bietet. Mögen die Wehen Geburtswehen für bessere Tage auf der Erde sein ... !